Gesehen 28 mal
greentechcuba

Matanzas: Große Explosion und Flammen an der Unglücksstelle

  • durch:
  • Deutsches Büro zur Förderung von Handel und Investitionen in Kuba

Kurz nach 23.30 Uhr am Sonntagabend war im Industriegebiet von Matanzas eine laute Explosion zu hören. Der zweite Treibstofftank brach nach fast 40 Stunden Branddauer zusammen und verursachte eine riesige Feuermasse, die die ganze Stadt Matanzas erleuchtete und sogar auf dem Malecón in Havanna zu sehen war. Wie es um den dritten Kraftstofftank bestellt ist, war noch unklar.

Am Freitagabend, den 5. August, war nach einem Blitzeinschlag in einem Rohöltank auf der Supertanker-Basis Matanzas ein Großbrand ausgebrochen, der weiterhin nicht unter Kontrolle ist.  Bislang hat das Unglück ein Todesopfer gefordert, 16 weitere werden vermisst.

Drei der acht Tanks des Stützpunkts wurden in Mitleidenschaft gezogen, was zum Verlust von Millionen Litern Rohöl und Heizöl geführt hat, die in diesen Tanks lagerten. Die Bewohner in der Nähe des Industriegebiets wurden evakuiert. Je nach Lageentwicklung sind weitere Evakuierungen nicht ausgeschlossen. Die Stadt aber sei bisher nicht in Gefahr, so die Behörden.

Derweil sind Feuerwehrleute, Spezialbrigaden der Armee, das Rote Kreuz und andere in Brandbekämpfung und -löschung ausgebildete Gruppen rund um die Uhr im Einsatz, um den Großbrand unter Kontrolle zu bringen. Mexiko und Venezuela sendeten technische Brigaden zur Unterstützung der Löscharbeiten. Die Einsatzkräfte versuchen vor allem, die Tanks zu kühlen, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Laut der offiziellen Meldungen schlug ein Blitz in einen Tank ein und löste ein Feuer aus, das später auf einen zweiten Tank übergriff. Der Unfall ereignete sich in einer Zeit, in der Kuba mit Treibstoffknappheit zu kämpfen hat und Stromabschaltungen an der Tagesordnung sind.

Es gab keine unmittelbaren Informationen darüber, wie viel Öl in dem Lager verbrannt oder in Gefahr ist. Der vierte unmittelbar vom Feuer bedrohte Tank wurde mittlerweile geleert, was die Gefahr eines Übergreifens des Brandes auf diesenTank verringern dürfte.